IWC Pellaton Automatic

IWC Fachwissen zu Albert Pellaton

war von 1944 bis 1966 Technischer Direktor bei  IWC Schaffhausen. Unter seiner Leitung wurden viele Neuerungen entwickelt - z.B. das Handaufzugskaliber 89 für die Militäruhr "Mark XI" -  und ein neuartiges, widerstandfähiges Federhaus unter Verwendung von Aluminiumoxyd. Am bekanntesten ist sein Automatic-System, das ab 1950 mit Kaliber 85 eingeführt und bis hin zu Kaliber immer wieder verbessert wurde. Im Jahr 2000 wurde dieses System für die Kaliber-Familie 5000 wiederentdeckt und trägt auch den Namen des berühmten Schweizer Uhrenmachers.

IWC automatic: Darstellung aus einem alten IWC Fournituren-Katalog

Die IWC AUTOMATIC, mit patentierter Stoßsicherung der Rotor-Schwingmasse, ist die erste Uhr, bei welcher der automatische Mechanismus augenblicklich ausgeschaltet werden kann. Diese patentierte Vorrichtung bietet den Vorteil, daß bei Reparaturen (z. B. für das Ersetzen der Aufzugfeder oder Herausnehmen der Unruh und der Hemmungsteile) das automatische System nicht abgenommen werden muß.

Funktion:

Klinke (6) wird mit Hilfe des Loches (32) zurückgestellt, bis sein Kopf (12) in Kerbe (13) der Klinke (7) ein­schnappt. Nun kann die Zugfeder entspannt und das Federhaus im gewohnten Verfahren herausgenommen wer­den. Ebenso sind Unruh und Hemmung ohne weiteres zugänglich.

Sobald die Arbeit beendet ist und der Rotor sich dreht, greifen die beiden Klinken (6) und (7) automatisch wieder in die Zahnung des «Automatic»-Rades (8) ein.

Diese neuartige Konstruktion bringt eine große Vereinfachung und Zeitersparnis bei Reparaturen mit sich. Um das Rotorgewicht abzunehmen, wird die Schraube des Gabelriegels, welche sich nahe beim Zentrum des Rotors befindet, eine halbe Drehung gelöst und der Riegel zurückgezogen; dann wird das Werk umgedreht und der Rotor fällt weg.